Update vom 20. April 2019:

Das Video unten zeigt die vollständige Präsentation von Spotmini. Laut Boston-Dynamics-Chef Marc Raibert testet unter anderem die Polizei von Massachusetts den Roboter, um Türen aus sicherer Distanz zu öffnen. Aufnahmen der Tests gibt es ab Minute 10:22 im Video.

In Tokio patrouilliert Spotmini mit einer 360-Grad-Kamera auf dem Rücken eine Baustelle, sodass das Bauunternehmen den Fortschritt auf der Baustelle besser überwachen kann. Laut Raibert ist das ein sinnvolles Anwendungsszenario, da Bauunternehmen mitunter tausende Baustellen mehrmals die Woche überwachen müssten. Mehr als ein Dutzend Bauunternehmen sollen daher Interesse an dem Hunderoboter angemeldet haben.

Zwar kann sich Spotmini autonom bewegen, in vielen Fällen soll aber die Fernsteuerung per Xbox-ähnlichem Controller besser geeignet sein.

Ursprünglicher Artikel vom 19. April 2019:

Der mechanische Hund Spotmini wird Boston Dynamics erster Roboter, der offiziell in den Verkauf geht.

Im Rahmen einer Roboterkonferenz in den USA kündigt Boston-Dynamics-Chef Marc Raibert den ersten eigenen Roboter an, der offiziell in den Verkauf geht:

Es ist der Roboterhund Spotmini, der dank zahlreicher Kameras und Sensoren seine Umgebung eigenständig erschließen kann. Er erkennt Hindernisse, umgeht sie und erklimmt neuerdings sogar Treppenstufen oder zieht in der Meute Trucks durch die Gegend.

In den Demonstrationen wird Spotmini zumeist ferngesteuert. Der Akku hält rund anderthalb Stunden, das Gewicht liegt bei circa 30 Kilogramm. Fällt Spotmini um, kann er sich eigenständig aufrichten.

Unter anderem wurden für die Verkaufsversion Bauteile ausgetauscht für eine höhere Verlässlichkeit, eine verbesserte Hülle für den Schutz vor Stürzen verwendet und zusätzliche Kameras an den Seiten und nach hinten integriert, damit Spotmini in alle Richtungen sehen kann.

Der Roboterarm auf dem Rücken, mit dem Spotmini zum Beispiel Türen öffnen oder Objekte greifen kann, ist ebenfalls Teil der kommerziellen Version.

Die ersten Einheiten laufen laut Raibert schon vom Band. Noch handelt es sich allerdings um Beta-Versionen, die weiter verbessert werden sollen.

Die Produktion der finalen Version startet im Juli oder August, der Preis ist noch nicht bekannt. Rund 100 Einheiten sollen zunächst hergestellt werden, im vergangenen Jahr war die Rede von bis zu 1.000 Einheiten in 2019.

Raibert hofft, dass sich Spotmini zu einer Art “Android für Roboter” entwickelt: Programmierer sollen Apps für den Robohund entwerfen, aus denen sich letztlich neue Anwendungsszenarien ergeben. Spotmini könne zum Beispiel mit einer Drohne erweitert werden, die auf dem Rücken des Roboters andockt.

Quelle: Techcrunch, Titelbild: Machine Learning @Berkeley bei Twitter

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