Roboter werden menschliche Cheerleader wohl nicht so schnell ersetzen.

Mit Spot und Pepper hat der japanische Medien- und Telekommunikationskonzern Softbank zwei angeblich alltagstaugliche Roboter im Programm.

Der teilautonome Hunderoboter Spot, gebaut von Boston Dynamics, soll beispielsweise Baustellen überwachen oder bei der Polizeiarbeit helfen. Er wird erst seit einigen Wochen verkauft. Kostenpunkt: circa 75.000 Euro.

Schon seit 2015 ist der humanoide Roboter Pepper am Markt: Er soll die Mimik und Gestik von Menschen lesen und dazu passende emotionale Reaktionen zeigen können. Pepper berät beispielsweise in Läden als Einkaufshilfe oder unterstützt in der Pflege. Langfristig soll aus Pepper ein alltagstauglicher Roboter-Gefährte werden. Hinter der Technologie von Pepper steckt das französische Unternehmen Aldebaran Robotics SAS. Ein Modell kostet je nach Service-Umfang bis zu 20.000 Euro.

Hypnotischer Hüftschwung

In einer kuriosen PR-Nummer bringt Softbank die beiden Robotermodelle jetzt zu einer Tanzeinlage zusammen: Zur Stadionhymne “Iza Yuke Wakataka Gundan” (übersetzt bedeutet das “ohrenbetäubendes J-Pop-Gedudel”) der japanischen Baseball-Profimannschaft Softbank Hawks füllen 20 Spots und 19 Peppers gemeinsam eine Entertainment-Lücke, von der ihr nicht wusstet, dass ihr sie habt: Robo-Cheerleading.

Vom 7. bis zum 31. Juli treten Robo-Mensch und -Hund so gemeinsam auf einer eigens angefertigten Bühne im Heimstadion der Hawks auf. Neben der Tanzeinlage soll Pepper das Team zusätzlich während des Spiels durch Gesten und Jubelrufe unterstützen. Allein die Robotermodelle haben einen Wert von circa zwei Millionen Euro.

Corona-bedingt ist das Stadion der Hawks in Fukuoka wie viele Sportstätten weltweit leer – dass jetzt ausgerechnet Blechkameraden die Menschenlücke mit Leben füllen sollen, dürfte die Vorfreude der Spieler auf die Rückkehr der echten Fans noch mal deutlich steigern.

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