Das Black-Mirror-Team spielt vortrefflich auf der Easter-Egg-Klaviatur.

Seit dem 28. Dezember gibt es bei Netflix den interaktiven Black-Mirror-Film Bandersnatch. Der Film erzählt die Geschichte eines jungen Spieleentwicklers mit einer starken Psychose.

In Schlüsselszenen kann der Zuschauer Einfluss nehmen auf die Entscheidungen des Protagonisten, der sich daraufhin fremdgesteuert fühlt. Das Format ist ungewöhnlich und mitunter etwas anstrengend, aber sehr unterhaltsam.

Den Film findet ihr hier, abhängig von euren Entscheidungen liegt die Spieldauer bei 60 bis 120 Minuten.

Homepage von “Tuckersoft” online

Der Film spielt 1984, zu Hochzeiten der britischen Heimcomputerwelle, bei der einzelne Entwickler mit – nach heutigen Maßstäben – lächerlichen Videospielen das große Geld machen konnten.

Eines der im Film am Rande erwähnten Videospiele heißt “Nohzdyve”: Eine Figur springt von einem Balkon und muss auf dem Weg nach unten Punkte in Form von Luftballons einsammeln.

Verlegt wird das Spiel vom fiktiven Spielestudio “Tuckersoft”, das begleitend zum Film eine eigene Webseite  im 90er-Jahre-Stil spendiert bekommen hat. Die komplette Webseite ist ein einziges, großes Black-Mirror-Easter-Egg mit vielen Referenzen auf frühere Folgen.

Das Highlight: Das zuvor erwähnte Nohzdyve kann man kostenlos herunterladen und mit einem ZX Spectrum Emulator abspielen.

Das titelgebende Bandersnatch-Spiel ist leider (noch) nicht verfügbar. Das Spiel existierte seinerzeit wirklich und war mitverantwortlich für den Niedergang des Entwicklerstudios Imagine, da es nicht fertiggestellt wurde. Psygnosis (Wipeout) kaufte die Rechte und brachte es 1986 als “Brataccas” für Atari ST und Commodore Amiga.

Eine BBC-Doku aus 1984, in der auch Imagine erwähnt wird, gibt interessante Einblicke in die damalige Entwicklerszene.


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