Die Gesichtserkennungssoftware des Metropolitan Police Service in London soll in 81 Prozent der Fälle falschliegen.

Forscher des Zentrums für Menschenrechte der Universität Essex untersuchten die Ergebnisse von sechs Gesichtserkennungstests der Londoner Polizeibehörde Metropolitan Police, die zwischen Juni 2018 und Februar 2019 stattfanden. Die Tests liefen in Soho, Romford und im Westfield Einkaufszentrum in Stratford in East London, berichtet die britische Zeitung The Guardian.

Die Kameras waren an Pfosten oder an Kleinbussen angebracht. Zum Einsatz kam die Software “Neoface” des japanischen Unternehmens NEC (siehe Werbevideo unter dem Artikel).

Laut der Forscher identifizierte das Gesichtserkennungssystem in circa vier von fünf Fällen die falsche Person, die dann durch die Polizei gestoppt wurde: Von 42 Personen wurden 22 angehalten, nur acht davon berechtigt. Einige wurden für eine Tat gestoppt, die bereits vor Gericht verhandelt wurde. Andere gestoppte Personen waren bekannte Gewaltverbrecher.

Die Forscher kritisieren, dass die Polizei Personen zu schnell gestoppt habe, anstatt ihre Hintergründe gründlich zu überprüfen. Sie hielt sowohl gerichtlich gesuchte Personen an als auch solche, die als “gefährdet oder anfällig” eingestuft sind.

Die Fahndungslisten sollen mitunter veraltet gewesen sein. Es sei “sehr wahrscheinlich”, dass vor Gericht ein Gesetzesverstoß seitens der Polizei festgestellt würde, so die Forscher.

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