Mit einer per Deepfake geklonten CEO-Stimme sollen Diebe telefonisch eine Überweisung auf ihr Konto angeleiert haben.

Ende Juni berichtete zuerst die Cyber-Sicherheitsfirma Symantec von drei Fällen, in denen Diebe mit Deepfake-Technologie die Stimme eines Unternehmensentscheiders kopierten. Mit der Fake-Stimme riefen sie dann in der Buchhaltung des Unternehmens an und erbaten eine eilige Überweisung auf ein unbekanntes Konto. Mit der Masche sollen Millionen US-Dollar erbeutet worden sein.

Das Wall Street Journal berichtet jetzt über Details zu einem Deepfake-Diebstahl, bei dem der Geschäftsführer eines Energieunternehmens in UK getäuscht wurde. Er erhielt einen Fake-Anruf seines Vorgesetzten, dem Chef der deutschen Muttergesellschaft.

Sogar der deutsche Akzent passte

Mit der Deepfake-Stimme forderten die Diebe eine eilige Überweisung innerhalb einer Stunde an einen vermeintlichen Lieferanten in Ungarn an. Das Opfer fiel auf die Stimme herein, sogar der leichte deutsche Akzent soll gepasst haben, und überwies 220.000 Euro auf ein ungarisches Konto. Von dort wurde es schnell nach Mexiko und an weitere Orte transferiert.

Zwei weitere Anrufe folgten: Beim zweiten Anruf versicherte die Deepfake-Stimme, dass die deutsche Muttergesellschaft das Geld erstattet habe. Beim dritten Anruf wurde eine zweite Zahlung gefordert. Da die Erstattung allerdings noch nicht eingetroffen war und der Anruf von einer österreichischen Nummer kam, war der CEO des UK-Unternehmens skeptisch – und beuaftragte die zweite Überweisung nicht.

Der Vorfall soll sich im März ereignet haben. Die Informationen stammen von Euler Hermes, dem Versicherer des Unternehmens. Der Name des geschädigten Unternehmens is…

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