Volkswagen und Microsoft vertiefen ihre Partnerschaft und entwickeln eine neue Cloud-Plattform. Was leistet die Automated Driving Platform? 

Volkswagen arbeitet auf Hochtouren an der eigenen Transformation zu einem digitalen Mobilitätsanbieter. Gemeinsam mit Microsoft entwickelt der Wolfsburger Autokonzern seit 2018 die Volkswagen Automotive Cloud (VW.AC). Damit will VW seinen Kunden Updates und Funktionen unabhängig von der Fahrzeug-Hardware über einen Cloud-Dienst bereitstellen.

Erste mit der VW.AC vernetzte Fahrzeuge werden dieses Jahr im öffentlichen Straßenverkehr getestet, bevor der Cloud-Service 2022 in Serie geht. Mit dem nächsten gemeinsamen Projekt soll künftig die Entwicklung automatisierter Fahrfunktionen bei VW beschleunigt werden.

VW: Cloud-Plattform soll Entwicklungszyklen verkürzen

Zusammen mit dem zum VW-Konzern gehörenden Softwareunternehmen Car.Software Organisation wird Microsoft die Cloud-basierte Automated Driving Platform (ADP) aufbauen. Dort werden alle Simulationsdaten und realen Verkehrsdaten zusammenfließen, die aus Tests mit autonom fahrenden Autos und Fahrzeugen mit automatisierten Fahrfunktionen gesammelt werden.

Eine Infografik, die zeigt, wie die Firmen Car.Software Organisation und Microsoft an der neuen Automated Driving Platform beteiligt sind.

Die neue Automated Driving Platform wird von VWs Car.Software Organisation und Microsoft entwickelt. | Bild: Volkswagen AG

Das ermöglicht das „Lernen aus gefahrenen Kilometern“ über eine zentrale Datenbank und große Datenmengen können effizient verwaltet werden. Die ADP werde die Arbeit am automatisierten Fahren deutlich vereinfachen, heißt es in einer Pressemitteilung von Volkswagen. Laut VW würden sich dadurch Entwicklungszyklen künftig von Monaten auf Wochen verkürzen.

Microsoft Azure als Basis für Datenverarbeitung

Die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen und der Technologie für automatisiertes oder autonomes Fahren erfordert enorme Rechenleistungen. VW gibt an, täglich Petabytes an Verkehrsdaten von Fahrzeugen und Simulationen verarbeiten zu müssen.

Wie schon bei der Volkswagen Automative Cloud wird deshalb Microsofts leistungsstarker Cloud-Computing-Dienst Azure die Basis bilden. Zudem sollen Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen die Entwicklung sicherer und zuverlässiger automatisierter Fahrfunktionen beschleunigen.

VW investiert 27 Milliarden Euro in die eigene Digitalisierung

Volkswagen ist nicht der einzige Autokonzern, der in Microsoft den idealen Cloud-Partner sieht. Zuletzt gab General Motors ein Investment Microsofts in Cruise bekannt. Das GM-Tochterunternehmen entwickelt Systeme für autonomes Fahren.

Im Rahmen der Bekanntmachung des Investments stellte GM Microsoft als den neuen Partner für Cloud Computing vor. Bis 2025 will GM dreißig neue E-Autos auf den Markt bringen, die mit Microsofts Cloud-Service vernetzt werden sollen.

Volkswagen will im gleichen Zeitraum rund 27 Milliarden Euro in die Digitalisierung der eigenen Autos stecken. Zudem soll der Eigenanteil an Softwareentwicklung für Fahrzeuge von derzeit zehn auf 60 Prozent erhöht werden.

Titelbild & Quelle: Volkswagen AG

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