Eine südkoreanische Universität soll mit einem Rüstungsunternehmen an autonomen Waffensystemen arbeiten. KI-Experten weltweit sind besorgt und rufen zu einem internationalen Boykott auf. 

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Das Korea Advanced Institute of Science and Technology (KAIST) eröffnete im Februar ein Forschungszentrum, das nationale Verteidigungssysteme auf Basis künstlicher Intelligenz entwickeln soll. In einer mittlerweile gelöschten Ankündigung hieß es, dass die Universität unter anderem an KI-gestützten Entscheidungssystemen, U-Booten und Flugzeugen arbeitet.

Für die Forschung kooperiert KAIST mit Hanwha, einem der größten südkoreanischen Konzerne. Hanwha stellt Streumunition her, die in 120 Ländern verboten ist – mit Ausnahme der USA, Russland, China und Südkorea.

Widerstand der internationalen KI-Gemeinschaft

Die Allianz hat unter KI-Experten Besorgnis erregt. Toby Walsh, ein KI-Professor der Universität von South Wales, wurde durch einen Zeitungsartikel auf die Kooperation aufmerksam und versuchte, mit KAIST in Kontakt zu treten, erhielt jedoch keine Antwort.

Nun organisiert der KI-Spezialist einen Widerstand gegen die Pläne der Universität. Mit einem offenen Brief, der von mehr als 50 KI-Forschern aus knapp 30 Ländern unterzeichnet wurde, ruft er zu einem Boykott der Forschungseinrichtung auf.

In dem Schreiben steht, dass man künftig nicht mehr mit KAIST zusammenarbeiten oder Forscher der Universität empfangen werde. Der Grund: Die Allianz zwischen der Universität und dem Waffenhersteller würde zu einem KI-Waffenwettrüsten beitragen…

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