Sony startet Plattform für Künstliche Intelligenz und Computer Vision

Sony startet Plattform für Künstliche Intelligenz und Computer Vision

Mit der Edge-Sensorplattform Aitrios will Sony am KI-Markt mitmischen. Der Fokus liegt auf Computer Vision-Anwendungen mit der eigenen Kameratechnik.

Sony kündigt den Marktstart der KI-Plattform Aitrios für Japan, die USA und Europa an. Sie soll ab Ende 2021 verfügbar sein. Derzeit sucht Sony nach Unternehmenspartnern, die sich bei der Entwicklung und Implementierung von Kamera-gestützten und anderen sensorbasierten KI-Anwendungen beteiligen wollen.

Aitrios soll Unternehmen auf „einfache Weise“ die Entwicklung von KI-Anwendungen ermöglichen. Die Plattform richtet sich an KI-Unternehmen ebenso wie an App-Studios, Kamerahersteller / Modulintegratoren und Systemintegratoren in verschiedenen Branchen.

KI-Entwicklung: Sony betont ethische Verantwortung – und will eine Lösung bieten

Bei der Ankündigung von Aitrios betont Sony die zunehmende Relevanz von Künstlicher Intelligenz in der Industrie: Immer mehr Daten speziell von einer zunehmenden Anzahl an Bildsensoren „wie in Smartphones, Sicherheitskameras, Haushaltsgeräten und Autos“ müssten verarbeitet werden. Das wirft laut Sony kritische Fragen bezüglich Energieverbrauch und Datenschutz auf.

Sonys Atrios soll als Cloud Service und Marktplatz KI-Entwicklung vereinfachen. | Bild: Sony

Sonys Aitrios soll als Cloud Service und Marktplatz KI-Entwicklung vereinfachen. | Bild: Sony

„Die massive Datenmenge, die von IoT-Geräten gesendet wird, und der steigende Stromverbrauch während der erforderlichen Systemnutzung sind zu einem gesellschaftlichen Problem geworden“, schreibt Sony.

Hinzu kämen potenzielle weitere Probleme wie Bedenken hinsichtlich des Umgangs mit personenbezogenen Daten in der Cloud, Latenzen bei der Datenübertragung, Datenmanipulation, Sicherheitsrisiken und Dienstausfälle in Notlagen.

KI-Verarbeitung direkt auf dem Kamera-Chip

Diesen Herausforderungen will Sony mit Aitrios in Kombination mit dem IMX500-Bildsensor begegnen, den das Unternehmen erstmals im Mai 2020 vorstellte. Der Bildsensor bietet zusätzlich eine Logikeinheit für KI-gestützte Bildanalyse lokal auf der Kamera. Bilddaten müssen nicht in die Cloud wandern, das soll Energie sparen und Datenschutzrisiken reduzieren.

Aitrios ist die passende Software-Plattform zum Chip und soll den Einsatz des Sensors und die Entwicklung passender KI-Software „von der Edge bis in die Cloud“ erleichtern. Welche KI auf dem Logikchip läuft, bestimmt der Kunde: Laut Sony kann der IMX500-Sensor simple Bildanalyse-KIs wie MobileNet V1 ausführen. Neben dem IMX500 soll Aitrios zukünftig weitere Bildsensoren mit KI-Technik unterstützen.

Weitere Informationen und Funktionen sind auf der Aitrios-Webseite verfügbar.

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